Rollertagebuch 2
von Ulrike

(hier werde ich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen von meinem neuen fahrbaren Untersatz und meinen Erlebnissen berichten)

 

Anfang
Juni
2003
Hier beginnt nun die 2. Episode des Rollertagebuchs.

Friedrich hat schon seit dem letzten Jahr die Idee, neue Roller zu kaufen. Sie sollen größer sein, das heißt eher so Tourenroller, denn sein zartes Hinterteil hat schon etwas gelitten, wenn wir durch die Lande tourten. Zugegeben, mir erging es nicht besser. *ggggg*

Also haben wir immer wieder mit verschiedenen Modellen geliebäugelt. Doch bisher noch nicht so das richtige und auch im Preis-Leistungs-Verhältnis ansprechende gefunden. Im vergangenen Jahr sollte es erst der Beverly 125 sein, war ein Topangebot mit diversen Koffern dabei. Aber so richtig konnten wir uns nicht entscheiden. Also haben wir erst einmal den Winterschlaf dazu genutzt, noch darüber nachzudenken.

Als der Winter vorbei war, fand Friedrich seinen Schlüssel nicht wieder *lol*. Sollte dies ein Zeichen sein? Na ja, auf jeden Fall kein billiges Zeichen, denn der Roller musste abgeholt, das Schloss eingeschickt und der Schlüssel nachgemacht werden. Bei der Gelegenheit wurden dann auch beide Roller über den TÜV geschickt.

Somit waren wir gerüstet. Aber wofür? Wieder kam der Gedanke von einem neuen Roller. Jetzt wo beide doch vom TÜV wieder abgenommen waren, könnten wir auch einen guten Preis erzielen.

Nach langem Suchen kamen zwei Roller in Frage (eigentlich sogar 3):

  • Der Honda Pantheon 125. Als ich das neue Modell gesehen habe, war ich hin und weg. In schwarz ist der ein echter Traum. Preis war auch ok. Allerdings die Lieferzeit war Friedrich zu lang *lächel*. Die Händler wollten unsere "alten" Roller nicht in Zahlung nehmen, weil sie angeblich das Lager mit Gebrauchten voll hätten.
  • Der Yamaha Majesty 125. Der Preis wie beim Pantheon, allerdings bei dem Händler wurde uns für die "alten" Roller ein anständiges Angebot gemacht. Auch das Outfit dieses Rollers war sehr schön.
  • Der Piaggio X9 125. Ist mein echter Traum und wird es wohl vorläufig auch bleiben. Erstens ist er um einiges teurer als die anderen beiden und unserer Stammhändler hat mir persönlich von dem Roller abgeraten, da er auch um einiges schwerer zu handhaben ist. Enormer Wendekreis und hohes Gewicht.

Tja, nun hatten wir die Qual der Wahl. Es wurde diskutiert, durch die Läden gefahren, im Internet geschaut. Was machen wir?

7. Juni 2003 Der große Tag der Entscheidung!

Wir sind zu unserem Händler gefahren. Da standen sie wieder, die beiden Yamaha Majesty 125. Wir gingen in die Verhandlung. Das Gebot für unsere Suzuki AN 125 stand bei jeweils 1000 Euro. Ein guter Preis, denn in zwei Jahren haben wir damit nur einen Verlust von insgesamt ca. 400 Euro auf beide Roller gemacht. Einen Gepäckträger für meine Box hat der Händler mir auch noch spendiert und das Finanzierungsangebot konnte sich sehen lassen. Dann noch 100 Euro pro Roller vom Preis runter.

Gekauft!

10. Juni 2003 Es ist soweit!

Wir schwingen uns zum letzten Mal auf unsere Suzuki. Zuerst zum Händler, die Papiere für die neuen Roller abholen. Weiter zum Straßenverkehrsamt zur Anmeldung. Draußen scheint die Sonne, ein Superwetter. Die neuen Nummernschilder machen lassen, wieder zum Straßenverkehrsamt für die Stempel. Erledigt. Zurück zum Händler. Dort herrscht Massenandrang.

Frage des Verkäufers: "Wann wollen Sie die Roller abholen?" - Wir lächeln: "Natürlich heute!"

In der Werkstatt sind alle am rotieren. Um kurz nach 16 Uhr ist endlich alles abgewickelt. Friedrich hat beim Schildermacher seine Zigaretten liegen lassen (vor lauter Aufregung *lol*). Also unsere ERSTE TOUR mit dem neuen Roller zum Schildermacher. Das Wetter hat umgeschlagen, es fängt schon an zu nieseln. Wir fahren erst einmal direkt nach Hause.

Als der Regen nachließ, kam die Belastungsprobe. Was passt alles in den Roller rein incl. Koffer? Also machten wir eine Einkaufstour. Schon beachtlich, was da alles unter die Sitzbank passt.

11. Juni 2003 Einfahren der neuen Roller. Wohin fährt man am besten? Logisch, nach Haltern zum Bikerplatz. Allerdings trafen wir dort niemanden an *ggggggg*, klar mitten in der Woche. Fazit: Die Roller sind zwar schwerer als die alten, aber dennoch gut zu händeln. Sie fahren stabiler auch bei Wind und man merkt den unterschiedlichen Straßenbelag nicht mehr so extrem. Vollgas dürfen wir noch nicht geben, aber es ist schon ein Unterschied zu merken. Das satte Motorengeräusch kann süchtig machen. Auf einem kurzen Stück Autobahn hat Friedrich dann einmal kurz Gas gegeben bis zum Anschlag, der Tacho zeigte 120 km/h an, ich war noch nicht ganz so mutig, habe bei 115 km/h abgebrochen. Selbst bei der Geschwindigkeit fahren die Roller sehr souverän.

Hier nun die ersten Bilder vor unserer Garage:

Diesmal haben wir beide die gleiche Farbe genommen. Ein edles dunkles Grau. Unschwer zu erkennen, der mit dem Koffer, das ist meiner. Friedrich fährt immer "oben ohne".

12. Juni 2003 Die Sonne lacht. Also raus mit dem Roller und ab geht es. Wir fahren einfach los. Herne, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Oer-Erkenschwick, Olfen, Datteln, Henrichenburg, Recklinghausen (hier fing es an zu nieseln), Herne. Die Sonne hatte es zu gut mit uns gemeint und hat sich gerächt. Unsere Unterarme waren leicht verbrannt, denn wir sind kurzärmelig gefahren. Wir werden immer vertrauter mit den Rollern.
14. Juni 2003 Die erste Auslandstour. Wir fahren nach Holland / Winterswijk.

Die Strecke führt über Gelsenkirchen, Dorsten, Borken, Südlohn, Winterswijk, Südlohn, Coesfeld, Reken, Dorsten, Gelsenkirchen. In Borken hatten wir eine längere Pause, weil es dort anfing zu regnen. Dennoch sind wir dann weiter gefahren, am Zielort schien wieder die Sonne.

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  1. Blick vom Parkplatz in die Einkaufspassage von Winterswijk
  2. Der Parkplatz mit unseren Rollern
  3. Noch mal der Parkplatz
  4. Blick zurück aus der Einkaufspassage
  5. Mitten in der Einkaufspassage
  6. Die Kirche von Winterswijk im Zentrum
  7. Eine schöne Fassade in der Passage

Das war die bislang längste Tour mit ca. 185 km.

Bilanz der ersten Woche: 375 gefahrene Kilometer. Wenn wir so weiter machen, müssen wir bald zur ersten Inspektion (1.000 km). Verbrauch beim Einfahren nach einmal Tanken: 3 Liter auf 100 km. Das lässt sich mit Sicherheit noch drosseln, denn Friedrich hat in einem Bericht gelesen, dass dieser Roller die größte Reichweite mit seinem 10,5-Liter-Tankinhalt hat. Angegeben waren dort 390 km bei einem Verbrauch von ca. 2,6 Litern.